KOI-HERPESVIRUS (cyprines Herpesvirus I)
Kiemennekrose infolge KHV-Infektion
Die Koi-Herpes-Viruserkrankung (KHV) ist eine Fischseuche.
Fischseuchen sind Krankheiten, die mit Rechtsgrundlagen
nach dem Tierseuchengesetz staatlich bekämpft oder beobachtet
werden.
Von dieser Krankheit sind Karpfen und Koi betroffen, sie können
klinisch erkranken. Andere Fischspezies können das Virus übertragen
ohne selbst daran zu erkranken, Goldfische und Graskarpfen beispielsweise. Sie werden als Carrier bezeichnet.
Die klassischen Symptome sind: weißliche Kiemennekrosen, Kiemenschwellung, Hauttrübungen, eingefallene Augen und vermehrt Verluste. Es ist aber auch ein weniger typischer Verlauf möglich, welcher sich in nur vereinzelten Todesfällen und kaum makroskopisch veränderten Kiemen darstellt.
Bei der Erkrankung handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, d.h. der Staat ist für die Diagnostik wie auch die Bekämpfung zuständig. Dies soll bewirken, dass Seuchenausbrüche frühzeitig erkannt und getilgt werden können, bevor die Seuche weiterverbreitet wird und hohe wirtschaftliche Schäden verursacht. Die Bekämpfungsmaßnahmen erfolgen in Absprache mit den zuständigen Veterinärbehörden. Im Gegensatz zu anderen anzeigepflichtigen Erkrankungen gibt es aber bislang noch keine bundeseinheitliche Regelung zur Bekämpfung.
Bei Verdacht oder für Routinekontrollen werden Kiemengewebsproben sowie Proben von Niere, Leber und Darm mit Hilfe einer PCR (Nachweis der Virus-DNA) untersucht.
Da die Impfung gegen Koi Herpes derzeit in Deutschland nicht zugelassen ist, ist die Prävention besonders wichtig. Gerne helfe ich Ihnen, wenn Sie Fragen haben.