Wasser & Teich
Es muss nicht erwähnt werden, dass die Qualität des Wassers eine entscheidende Bedeutung für die Gesundheit der Fische hat.
Die Fische sind von Wasser umgeben und vollständig abhängig von ihm.
Wichtige Wasserparameter sind:
Sauerstoff
Der Sauerstoffbedarf eines Fisches hängt von der Temperatur und von der Stoffwechselaktivität ab. Die Sauerstoffkonzentration im Teich ist abhängig vom Klima (Sonneneinstrahlung/Temperatur), Bau und Art der Teichanlage, Fischbesatz, Algenkonzentration und der Teichtechnik.
Probleme mit niedrigen Sauerstoffwerten treten besonders an Hochsommertagen in den frühen Morgenstunden auf, denn in der Nacht verbrauchen die Algen einen Teil des Sauerstoffs, den sie tagsüber produzieren.
Erste-Hilfe-Maßnahme bei Sauerstoffunterversorgung:
Die Fische atmen schnell und erschwert (häufige und ausgeprägte Kiemenbewegung) und halten sich an Wassereinläufen und unter der Wasseroberfläche auf.
!!! Lassen Sie kühles Wasser in einem Strahl (Gartenschlauch) auf die Teichoberfläche prasseln. Wenn nötig über lange Zeit!!!
pH-Wert
Der pH-Wert gibt an, in welcher Konzentration Wasserstoffionen (H+) im Wasser gelöst sind. Die meisten unserer Aquarienfische und Teichfische sind an einen stabilen pH-Wert bei 7 (6-8) angepasst (Tabelle). Entgleist der pH in den sauren oder in den basischen Bereich kann das zu einer Erkrankung führen.
Säurekrankheit: unter 5,3, die Fische führen ruckartige Schwimmbewegungen aus, atmen erschwert und halten sich viel unter der Wasseroberfläche auf.
Laugenkrankheit: über 9, die Fische atmen erschwert, da es zu Verätzungen der Kiemen kommen kann oder zu einer Ammoniakvergiftung, die Fischoberfläche ist trüb und es kommt zu Ausfransungen an den Flossen.
Der pH-Wert bestimmt, zu welchen Anteilen die Stickstoffverbindung als Ammonium oder als Ammoniak vorliegt. Je niedriger der pH-Wert, desto höher der Anteil des für die Fische eher harmlosen Ammoniums.
Beziehung zwischen Wasserhärte und pH: weiches Wasser tendiert zur Azidität, hartes Wasser ist mehr alkalisch.
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Handelsübliche Zierfische |
um 7 |
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Amazonas (z.B. importierte Diskus) |
5-7 |
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Malawi-, Tanganjikasee (Buntbarsche) |
7,8-8 |
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Meerwasserfische |
8,2-8,4 |
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Koi |
(6,5) 7-8,3 |
Temperatur
Die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle was den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Fortpflanzung, kurz alle lebenserhaltenden Prozesse betrifft. Deshalb sollte die Temperatur dem ursprünglichen Klima, dem die Fische entstammen, angepasst sein.
Ammonium/Ammoniak
Ammoniak ist ein starkes Gift für Fische. Bei einem pH < 7 liegt es als relativ ungiftiges Ammonium vor. Alle Tests erfassen die Gesamtmenge (Ammonium/Ammoniak), sie müssen auf den pH bezogen werden
Ammoniakvergiftungen treten bei 0,1mg/l auf: Schleimhaut-und Nervenschädigungen, Blutungen auf Kiemen, Haut und inneren Organen. Dauerhaft sind bereits 0,02mg/l schädlich: Schwellung der Kiemenblätter, Schleimhautschäden mit Folgeinfektionen.
Nitrit
Nitrit ist ab einer Konzentration von 0,1 in weichem Wasser und 0,2 mg/l in hartem Wasser gefährlich. Es ist ebenfalls abhängig vom pH: bei niedrigem pH bildet sich die salpetrige Säure, die giftiger ist. Nitrit blockiert die Sauerstoffaufnahme der Erythrozyten (Hämoglobin wird zu Methämoglobin)
Wasserhygiene
Ein Grund für kränkelnde Koi kann auch die Wasserhygiene sein. Darunter versteht man eine hohe Konzentration an möglicherweise krankheitsverursachenden Bakterien. Das Wasser kann glasklar, aber dennoch stark belastet sein.